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  1. Über uns

Das DRK Neckarbischofsheim

 

1906-1920

Am 15. März 1906 wurde der Badische Männerverein vom Roten Kreuz gegründet.

An diesem Tag traf sich, einem Ruf des Grafen Viktor von Helmstatt folgend, eine ansehnliche Zahl von Männern zur Konstituierung einer freiwilligen Sanitätskolonne. Unter der Präsidentschaft des Grafen stieg die Zahl der Mitglieder rasch an. Dem Vorstand gehörten Dr. Hamburger als Kolonnen-arzt, Kirchenrat Schmitthenner, Pfarrer Hopp, Hauptlehrer Müller, Ratschreiber Albrecht und Wilhelm Schütz an.

Der Präsident sorgte auch für die finanzielle und materielle Unabhängigkeit und damit für die Einsatzbereitschaft des jungen Vereins. In regelmäßigen Übungen im Gelände wurden die theoretischen Kenntnisse praxisnah erprobt.

Der erste Weltkrieg unterbrach jedoch jäh die Tätigkeit des Vereins, der eine Reihe seiner Mitglieder verlor.

Im Jahre 1920 begann unter der Vor-standschaft von Wilhelm Schütz der Wiederaufbau. Zu Beginn der Dreißi-gerjahre zählte der Verein bereits 30 Mitglieder.

1920-1959

Der Zweite Weltkrieg riss erneut schmerzliche Lücken in die Reihen der während des Dritten Reiches Umorganisierten Bereitschaft. Unter der Führung von Sophie Stoll kamen die Frauen und Mädchen immer wieder zum Einsatz..Mit dem unglücklichen Ende des Krieges erlosch erneut die Tätigkeit des Vereins.

In den ersten schweren Nachkriegsjah-ren war angesichts des harten Kampfes um die nackte Existenz und der verbreiteten "Ohne-mich-Parole" an einen Neuaufbau nicht zu denken. Wieder war es Wilhelm Schütz, der in unermüdlichem Einsatz und durch persönliche Werbung gemeinsam mit Bereitschafts-leiter Heinrich Schieck dem Rot-Kreuz-Gedanken Geltung verschaffte.

Dr. Werner Umhau stellte sich als Be-reitschaftsarzt zur Verfügung.

1951 konnte unter seiner Leitung der erste Lehrgang abgehalten werden.In vorbildlicher Weise führte Erna Hecht die weibliche Bereitschaft. Zum 50.

Jubiläum gehörten der Bereitschaft wieder 22 männliche und 10 weibliche Mitglieder an.

In der Zeit nach dem 50. Jubiläum hat sich entscheidendes geändert. Alles wurde durch die Technik und die Wirtschaft bestimmt, das rationelle Element überwiegte.

Neue Aufgaben sind an das Rote Kreuz herangetragen worden, die ein Umdenken in Organisation, Ausbildung und Ausrüstung erforderten. Es genügte für die Erste-Hilfe nicht mehr eine Tasche mit Verbandsmaterial, eine Trage und eine Decke. Eine Bereitschaft musste Über eine Ausrüstung verfügen, die allen Möglichkeiten gerecht wurde.

Die Neckarbischofsheimer Bereitschaft stellte sich diesen neuen Anforderungen.

Binnen weniger Minuten konnten mit geschulten Händen ein geräumiges Zelt mit Liegen aufgebaut werden, wozu ein eigenes Stromaggregat mit komplettem Beleuchtungssatz gehörte.

1959 übernahm die Bereitschaft erstmals die Durchführung einer Blutspendeaktion.

1967-1990

1967 rief Willi Wintterle das Jugend-rotkreuz ins Leben. Sofort hat sich eine begeisterungsfähige Gruppe Jugendlicher gefunden, die an die gemeinnützigen Aufgaben des Roten Kreuzes herangeführt wurden.

Im Jahre 1981 konnte das 75-jährige Jubiläum gefeiert werden. Bei Festbankett, großer Schauübung, Festumzug und buntem Abend konnten zahlreiche Gäste aus nah und fern begrüßt werden.

1990-1994

1990 - der Ortsverein Neckarbischofsheim führte 1990 erstmals 2 Blutspendetermine durch. Hat man seither nur im Herbst die Neckarbi-schofsheimer Blutspender zum Aderlass gebeten, so war man bemüht, auch im Frühjahr diese zu gewinnen. Die vielen Bemühungen, dies mit den Helfer und Helferinnen umzusetzen wurden belohnt.

Konnte man seither dem Blutspendeteam durchschnittlich 165 Blutkonserven pro Jahr mitgeben, so waren es plötzlich 332 Blutkonserven im Jahr.

Anfang 1993 hat ein Schwelbrand, verursacht durch den Boi-r in der Küche, den Ausbildungsraum sowie die Küche total mit Ruß gerdeckt. Boden, Decke, Wände sowie die Gerätschaften, alles war hwarz. An 9 Abenden in über 250 Stunden, zum Teil mit der Unter-itzung des Jugendrotkreuzes, wurde alles gereinigt. Aufgrund des hwelbrandes ist man übergangsweise in den ehemaligen Schlosskeller umgezogen.

Diese ganze Aktion war wirklich nicht sehr erfreulich und stellt mit Sicherheit im wahrsten Sinne des Wortes ein "schwarzes Kapitel" des DRK Ortsvereins dar.

13 - der neue Einsatzanhänger konnte am 22. April 1993 offiziell , Ortsverein Übergeben werden. In über 200 Arbeitsstunden erfolgte komplette Innenausbau durch die männliche Bereitschaft nach den en der beiden Gerätewarten Norbert Jahnke und Robert Lapesch.

1994 - der Hochwassereinsatz in der Nacht zum 28. Juni 1994 war für den Ortsverein Neckarbischofsheim ein Einsatz unter schwierigsten Bedingungen.

Die wenigen Helfer und Helferinnen, die selbst nicht vom Hochwasser betroffen waren, konnten nur von Haustür zu Haustür alarmiert werden, da das Telefonnetz unterbrochen war. Nur mit der Erste - Hilfe Tasche, die jeder bei sich zu Hause hatte, konnte in den Einsatz gegangen werden, da man nicht an das Material, das in der Eichhalle untergebracht war, herankam.

Die Hochwasserkatastrophe 1994 war für unseren Ortsverein wirklich eine Katastrophe. Praktisch das ganzes "Hab und Gut" wurde in den Räumen im Schlosskeller und in der Eichhalle vernichtet bzw. sehr stark beschädigt.

In 18 Putzaktionen wurde vom gesamten Ortsverein versucht so viel wie möglich zu retten und zu erhalten. Dazu kamen noch über 50 Heim-putzaktionen, bei denen DRK-ler zu Hause verschiedene Gegenstände reinigten und wieder betriebsbereit machten. Der finanzielle Schaden war enorm, Verbandsmaterial, Stromerzeuger, Overheadprojektor, Beat-mungsgerät, Beleuchtung, Bekleidung, Schränke, Tische, Stühle u.v.m.

Auch standen der Ortsverein plötzlich ohne Unterkunft da. Hat man sich doch gerade erst an die Notlösung "Schlosskeller", gewöhnt, war dieser bis unter die Decke mit Wasser voll gelaufen. Wohin jetzt, so auf die Schnelle ? Die einzige Möglichkeit war ein Klassenzimmer in der Grundschule. Dies wurde zum Übergangsdomizil für über 4 Jahre.

1997-1999

1997 - der hohe Bedarf an Blut bewegte den Ortsverein Neckarbischofsheim dazu, erstmals 3 Blutspendetermine im Jahr durchzu-führen. Ist die Bereitschaft Blut zu spenden in den letzten Jahren auch noch so zurückgegangen, wir sprechen von 128 Blutkonserven pro Blut-spendetermin, so ist der Ortsverein nach wie vor bemüht, dem Blutspendeteam eine große Menge an Blutkonserven mitzugeben.

1999 konnte das DRK Neckarbischofsheim in die neuen umgebauten Räume des alten Feuerwehrhauses einziehen. Seit diesem Tag finden dort die Treffen sowie Übungsabende der Helfer statt.

2010-2023

Seit 2010 besetzt das DRK-Neckarbischofsheim zudem mit vielen anderen DRK-Ortsvereinen die sanitätsdienstliche Absicherung der TSG-Hoffenheim Spiele. Auch viele andere große Veranstaltungen sind jährlich hinzugekommen.

2013 kam eine wohl wichtigste Aufgabe der Helfer hinzu. Die Helfer vor Ort - Gruppe, auch HvO oder First Responder genannt, wurde ins Leben gerufen. Ehrenamtliche Sanitäter überbrücken nun die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Lesen Sie hier mehr dazu.